Schweizermeisterschaft

Und schon ist es Geschichte….
Am Mittwoch, 27. Juni 2018 um 13.15 Uhr startete ich in Schneisingen zum Einzelzeitfahren. Die kupierte, anspruchsvolle Strecke gefiel mir sehr. Voll motiviert ging ich an den Start. Eine weitere, fast grössere Motivation war, dass mich Nora zum ersten Mal an ein Rennen begleiten konnte. Für sie wollte ich natürlich den Siegesstraus herausfahren. Bei der Besichtigung der Strecke vor drei Wochen hatte mir der Nati-Trainer eindringlich geraten, keine unnötigen Risiken einzugehen. Trotz dem Druck, den ich mir aufsetzte, befolgte ich seinen Rat und fuhr das kritische „S“ vor Siglisdorf mit dem nötigen Respekt. Mit dem Vorteil, als Letzter der Klasse MH4 starten zu können, hatte ich meine Konkurrenten in meiner Stärkeklasse recht gut unter Kontrolle. Trotz gutem Rennen und bester Streckenzeit konnte ich nur den zweiten Platz hinter Heinz Frei belegen, da ihm seine Zeit in einer andern Stärkeklasse mittels Korrekturfaktor angepasst wurde. Da bei der Siegerehrung die drei ersten einen Blumenstrauss erhielten, konnte ich trotzdem mit Freuden meinen Straus Nora schenken.

Strassenrennen..

 

Samstag, 29. Juni 2018, wieder in Schneisingen stand diesmal die Schweizermeisterschaft Strasse an. Leider war Heinz Frei abwesend, so dass nur noch Athos Libanore als Konkurrenz übrig blieb,  seine momentane Form konnte ich nur schlecht einschätzen. Auch bei diesem Rennen wurde ich von einer speziellen Zuschauerin, meiner ehemaligen Kindergärtnerin, angespornt.
Hier noch eine kleine Episode aus der damaligen Zeit: Die Kindergärtnerin brachte mir damals ein Autogramm von Franz Nietlisbach, welches ihr damaliger Freund und heutiger Mann für mich an einer Messe mitgenommen hatte. Ich freute mich sehr, wusste aber nicht wer er war und hatte keine Ahnung vom Rollstuhlsport. Ich meinte aber selbstsicher, ich wolle noch besser werden als er.

Mit meinem Sportsfreund Fabian hatte ich abgemacht, dass wir an der Spitze tempo machen werden. Athos konnte nur die erste Runde folgen. Die nächsten drei Runden fuhr ich mit Fabian an der Spitze vornweg. Bei der Zieldurchfahrt zur fünften Runde verschärfte ich das Tempo, so dass auch Fabian nicht mehr folgen konnte. Trotz einem kleinen Problem mit meiner Kette gewann ich das Rennen mit 45 Sekunden Vorsprung auf Fabian und wurde mit der Tagesbestzeit Schweizermeister in der Klasse MH4.
Bei den Organisatoren möchte ich mich für den super gut organisierten Anlass herzlichst bedanken. Sehr gute Streckenwahl, gute Strassensicherung und auch für Rollstuhlfahrer optimale Verhältnisse neben dem Rennen.

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